VY 73 es gd dx
Sein typischer Abschiedsgruß, mit den besten Wünschen und guten DX-Verbindungen
Frühe Jahre
Geboren 1956, zeigte Böcki von Anfang an seinen Abenteuergeist. Mit 10 Jahren fuhr er bereits Seifenkistenrennen, ein frühes Zeichen für die Begeisterung für Geschwindigkeit und Technik, die sein späteres Leben prägen sollte.
Als Teenager wurde er DJ (1971–1975) und Schlagzeuger (1972–1976), legte Platten auf und spielte in Bands. Die Musik blieb eine lebenslange Leidenschaft, auch als neue Abenteuer riefen.
Seifenkiste, 1966
DJ, 1971
1975
Motorräder & Rennsport
Die späten 70er brachten eine neue Leidenschaft: Motorräder. Angefangen mit einer Honda CB500 Four im Jahr 1977, stürzte sich Böcki in die Welt auf zwei Rädern. Nicht nur fahren, sondern Rennen fahren.
1978 startete er bei Bergrennen und trieb die Maschinen auf Bergstraßen an ihre Grenzen. Die Kawasaki Z500 folgte 1980, dann die legendäre Yamaha XT500, das Motorrad, das ihn später durch die Sahara tragen sollte.
Honda CB500 Four, 1977
Kawasaki Z500, 1980
Yamaha XT500
Durch die Sahara
Das ultimative Motorradabenteuer: die Durchquerung der Sahara auf einer Yamaha XT500. 1987/88 durchquerte Gerhard das Hoggar-Gebirge in Algerien, wo vulkanische Gipfel aus endlosem Sand aufragen, mit uralten Felsmalereien und der Einsiedelei von Assekrem.
Wüstencamps unter sternenklarem Himmel, felsige Pisten die Mensch und Maschine auf die Probe stellten, und die tiefe Einsamkeit der größten Wüste der Welt. Diese Expedition verkörperte alles, wofür er lebte: Freiheit, Herausforderung und das Unbekannte.
XT500, Sept. 1987
Assekrem
Wüstencamp
Wüstenpiste
Der Funkamateur
1988 als OE1WED lizenziert, wurde der Amateurfunk zum roten Faden, der alle seine Abenteuer verband. Von Berggipfeln bis zu Ozeanüberquerungen, das Funkgerät war immer dabei, um Verbindungen herzustellen, DX zu jagen und Freundschaften rund um den Globus aufzubauen.
Er erwarb sein GOC-Zertifikat für den Seefunkdienst, erreichte CEPT Klasse 1 im Jahr 1999 und war aktives Mitglied bei MFCA (#79), MF-Runde (#1018) und OE-CW-G (#96).
Maritim Mobil
Vom Wüstensand zur Meeresgischt. Böcki trainierte auf dem Großsegler STS Khersones und erwarb seine Seebeine auf diesem legendären ukrainischen Schiff. Danach segelte er als Skipper und Steuermann über das Mittelmeer, den Atlantik, die Karibik und den Indischen Ozean.
Die Karibik an Bord der SY Barbarella, die Küsten Europas, der offene Atlantik. Immer mit einem Funkgerät an Bord, für maritime mobile Verbindungen von überall, wohin der Wind ihn trug.
Auf See
Karibik 2010
STS Khersones
Großsegler
Summits on the Air
Gerhard verband seine Liebe zu den Bergen mit dem Amateurfunk und wurde ein engagierter SOTA-Aktivierer (Summits on the Air). Er erreichte den Mountain Goat Status mit über 1.000 Punkten, die er durch Bergwanderungen und Funkverbindungen von Gipfeln sammelte.
Vom Hermannskogel bei Wien bis zum Hohen Dachstein auf 2.995m, quer durch Österreich, Deutschland, Ungarn, die Slowakei, Slowenien und Spanien, einschließlich El Teide auf Teneriffa. Jeder Gipfel ein neues Abenteuer, jede Verbindung eine Brücke über die Ätherwellen.
Mountain Goat, 2017
SOTA-Aktivierung
Weltenbummler
Die Welt war ihm nie groß genug. Böcki wanderte 150km rund um die Annapurna und erreichte den Thorong La Pass auf 5.415m. Er erkundete den Dschungel von Ecuador und Brasilien, durchquerte die Atacama-Wüste in Chile und wagte sich tief ins australische Outback.
Route 66 in Amerika. Die Oldtimer auf Kuba. Tafelberg und Kap der Guten Hoffnung in Südafrika. Das Great Barrier Reef. Uluru, rot leuchtend im Sonnenuntergang. Jeder Kontinent außer der Antarktis. Und wer weiß, vielleicht hatte er Pläne.
Annapurna, Nepal
Uluru, Australien
Atacama-Wüste
Route 66, USA
Kuba
Great Barrier Reef
Kap der Guten Hoffnung
Ecuador